Gegen den Masernausbruch in Bangladesch ziehen alle an einem Strang
Derzeit wird Bangladesch von einer schweren Masern-Epidemie heimgesucht. Die Behörden melden merh als 50.000 Krankheits- und Verdachtsfälle. Siet März sind schon 300 Kinder an der Erkrankung gestorben. Christliche Gruppen und Institute beteiligen sich an Aufklärungskampagnen in Städten und ländlichen Gebieten.
In Bangladesch waren 2025 lediglich 59 Prozent der Kinder gegen Masern geimpft. Für eine Herdenimmunität sind aber 95 Prozent erforderlich. Seit dem Ausbruch veranlasste die Regierung daher eine landesweite Notimpfkampagne.
Lily A. Gomes, Sekretärin der Gesundheitskommission der katholischen Bischöfe, sagte, dass katholische Ambulanzen und Gesundheitszentren Erziehungsberechtigte aktiv über die Masernprävention beraten und zur Impfung in nahegelegenen Impfzentren ermutigen.
„Eltern werden dazu angehalten, ihre Kinder rechtzeitig impfen zu lassen und sie bei Auftreten von Symptomen umgehend in Krankenhäuser zu bringen“, sagte Gomes gegenüber UCA News. Pater Lintu Francis Costa, Direktor des katholischen John-Vianney-Krankenhauses in der Hauptstadt Dhaka, sagte, dass das Krankenhaus Masernpatienten aufgrund fehlender Einrichtungen an größere und spezialisierte Krankenhäuser überweist. „Unser Krankenhaus ist klein. Wir haben keine Kinderabteilung und keine Isolierzimmer“, sagte der Priester gegenüber UCA News.
Das Krankenhaus habe sich jedoch in Zusammenarbeit mit der Regierung an Aufklärungskampagnen und Impfaktionen beteiligt, sagte er. „Wir impfen Kinder nicht nur im Krankenhaus, sondern auch in Schulen und nahegelegenen Gemeinden“, fügte er hinzu.