Wie viel Einfluss soll die Religion in den USA haben
Neue Studien des unabhängigen Pew Research Center zeigen, dass die meisten US-Amerikaner der Verbindung von Religion und Politik kritisch gegenüberstehen.
So kennen zwar 59 Prozent der Befragten einer Studie den Begriff des „christlichen Nationalismus“. Aber: „Insgesamt überwiegt die negative Einstellung gegenüber dem christlichen Nationalismus“, so das Pew Research Center. 31 Prozent der erwachsenen US-Amerikaner hätten eine negative Meinung dazu, was einem Anstieg von 6 Prozentpunkten seit 2024 entspreche. Pew erklärte insbesondere, dass weiße evangelikale Protestanten am ehesten „eine positive Einstellung zum christlichen Nationalismus äußern“.
Das Center stellte fest, dass Katholiken, sowohl weiße als auch hispanische, überwiegend entweder skeptisch gegenüber dem christlichen Nationalismus eingestellt waren (45 bzw. 47 Prozent) oder ihn gänzlich ablehnten (17 bzw. 24 Prozent). In der Studie beobachteten die Forscher einen „leichten Rückgang“ unter denjenigen, die den christlichen Nationalismus ablehnen, von 32 Prozent im Juni 2023 auf 26 Prozent bis Ende 2025.
Das Forschungszentrum erklärte außerdem, dass es bei vielen der von ihm untersuchten Fragen im Zusammenhang mit Religion und öffentlichem Leben in der Nation „scharfe parteipolitische Gräben“ gebe. Pew nannte als Beispiel: „Republikaner sind deutlich häufiger als Demokraten der Ansicht, dass Religion einen positiven Einfluss auf das amerikanische Leben hat, und befürworten eine bedeutende Rolle der Religion in Regierung und Gesetzgebung.“
79 Prozent der Befragten in einer weiteren Umfrage gaben an, dass Kirchen und andere Gotteshäuser bei Wahlen keine bestimmten Kandidaten unterstützen sollten. Der Bericht ergab außerdem, dass 66 Prozent der Meinung waren, Gotteshäuser sollten sich aus politischen Angelegenheiten heraushalten und keine Meinung zu alltäglichen sozialen und politischen Fragen äußern, während 33 Prozent der Ansicht waren, sie sollten sich zu diesen Fragen äußern. (UCA News)