Junge Katholiken für den Frieden
Fast 4.000 junge Katholikinnen und Katholiken aus ganz Westafrika kommen derzeit in Accra, der Hauptstadt Ghanas, zu den ersten Westafrikanischen Jugendtagen zusammen. Das Treffen findet vom 7. bis 11. September statt und steht unter dem Motto „Habt Mut: Katholische Jugendliche als Akteure und Träger von Frieden und Hoffnung in Westafrika“.
Gerade in Westafrika hat diese Botschaft besonderes Gewicht. Junge Menschen wachsen dort in einer Region auf, die von politischer Unsicherheit, gewalttätigem Extremismus, Spannungen zwischen Bevölkerungsgruppen, wirtschaftlicher Not, Arbeitslosigkeit und Migration geprägt ist. In mehreren Ländern belasten Konflikte und Unsicherheit das tägliche Leben und zwingen Familien zur Flucht.
Die Teilnehmenden erleben, dass Frieden nicht nur Sache von Regierungen und politischen Institutionen ist. Sie selbst können ihm im Alltag mitgestalten. Frieden bedeutet dann konkret, mit Menschen anderer ethnischer Herkunft oder politischer Überzeugung zusammenzuleben, Hass und Hetze im Internet nicht weiterzutragen, sich nicht manipulieren zu lassen und Konflikte ohne Gewalt auszutragen.
Dass sich Jugendliche aus unterschiedlichen Ländern, Kulturen und Sprachen nun persönlich begegnen, ist deshalb selbst bereits ein Zeichen des Friedens. Die Jugendtage sollen Vertrauen über Grenzen hinweg schaffen und jungen Katholiken die Erfahrung vermitteln, Teil einer größeren Gemeinschaft zu sein.
Organisiert wird das Treffen von der Regionalen Bischofskonferenz von Westafrika (RECOWA) gemeinsam mit katholischen Jugendorganisationen. Gastgeberin ist die Kirche in Ghana. Schon die Vorbereitung hat Jugendgruppen und Diözesen aus verschiedenen Ländern miteinander verbunden.
Die Organisatoren hoffen, dass die Begegnungen von Accra über die fünf Tage hinauswirken. Die jungen Teilnehmer sollen in ihren Ländern und Gemeinschaften zu „Akteuren und Trägern von Frieden und Hoffnung“ werden – und damit zeigen, dass Verständigung und Zusammenhalt auch dort wachsen können, wo Gewalt, Misstrauen und gesellschaftliche Spannungen den Alltag prägen. (Vatican News)