Erste konfuzianisch-christliche Konferenz in Korea
Der Vatikan plant, sein erstes konfuzianisch-christliches Kolloquium in Südkorea auszurichten und Geistliche, Gelehrte und Praktiker aus 12 Ländern zusammenzubringen, um Wege zum Aufbau einer besseren, humaneren Gesellschaft zu erkunden.
Die Veranstaltung Geistliche und Akademiker an der Sogang-Universität in Seoul zusammenbringen, um über universelle Brüderlichkeit, tugendhafte Führung und ökologische Verantwortung zu diskutieren.
Der Konfuzianismus entwickelte sich aus den ethischen Lehren des chinesischen Philosophen Kong Qiu, im Westen bekannt als Konfuzius. Er betonte kindliche Pietät, Ahnenverehrung, moralische Selbstverbesserung und harmonische soziale Beziehungen, anstatt die Verehrung eines Schöpfergottes.
Laut Schätzungen der Weltreligionsdatenbank für das Jahr 2025 leben weltweit etwa 8,75 Millionen Konfuzianer. Die größten Populationen befinden sich in Südkorea (5.616.520), China (1.737.191), Myanmar (813.322), Thailand (261.330) und Japan (162.179).
Laut Vatican News erklärte Paulin Batairwa Kubuya, Untersekretär des Dikasteriums für den interreligiösen Dialog, auf dem Workshop 2025, dass bestimmte konfuzianische Lehren mit dem Christentum vereinbar seien.
„Christentum und Konfuzianismus sind beides Weisheitstraditionen“, erklärte Kubuya. „Die konfuzianische Ethik konzentriert sich darauf, wie sich Menschen verhalten sollten, wie man ein guter Bürger wird und wie man sein Leben organisiert. Wir haben festgestellt, dass diese Aspekte mit dem Christentum übereinstimmen“, fügte er hinzu.
Kubuya äußerte zudem die Hoffnung, dass die Zukunft des konfuzianisch-christlichen Dialogs den Christen helfen werde, „unsere konfuzianischen Nachbarn zu beobachten, nach Wegen für ein besseres Zusammenleben zu suchen und uns gegenseitig zu bereichern“.
Die Organisatoren gaben bekannt, dass die Ergebnisse in Acta Pro Dialogo, der Zeitschrift des Dikasteriums für den Interreligiösen Dialog, veröffentlicht werden, um die Weiterentwicklung des christlich-konfuzianischen Dialogs zu unterstützen. (UCA News)