"Das ist eine seelsorgerische Pflicht.“
Bayombong – Priester, Ordensleute und Laien aus den Provinzen Nueva Vizcaya und Quirino im Norden der Philippinen nahmen an einem friedlichen Marsch und einem Gebet teil, die von der Kommission für Soziales der Diözese Bayombong organisiert wurden. Sie bekundeten damit ihre Verbundenheit und Solidarität mit Bischof Jose Elmer Mangalinao von Bayombong und Pfarrer Christian Dumangeng, die beide in einem Rechtsstreit wegen Bergbauaktivitäten in der Region Kasibu angeklagt und verurteilt wurden.
Am 23. Juni fand vor dem Amtsgericht von Kasibu in der philippinischen Provinz Nueva Vizcaya eine Anhörung zum Antrag auf einstweilige Verfügung gegen Bischof Jose Elmer Mangalinao von Bayombong und weitere Aktivisten und Umweltschützer statt, die sich gegen ein Bergbauprojekt in der Region engagieren.
Im Kern geht es um die von lokalen Gemeinschaften errichteten Barrikaden gegen die Explorationsaktivitäten der North Luzon Mineral Resources Corporation (NLMRC) im angestammten Gebiet der indigenen Bevölkerung. Obwohl das Bergbauunternehmen nicht als Kläger aufgeführt ist, steht der Streit in direktem Zusammenhang mit dem von ihm geförderten Bergwerksprojekt.
Der Anwalt der Beklagten, Fidel Santos, bezeichnete das Verfahren als potenziell „juristische Maßnahme zur Einschüchterung von Umweltschützern und Gegnern des Bergbaus“.
Die Kontroverse dreht sich um den Protest der indigenen Bugkalot-Ilongot-Gemeinschaften, deren Gebiete von einem Bergbauprojekt betroffen sind. Bischof Mangalinao bekräftigte, dass die Präsenz der Kirche an der Seite der lokalen Gemeinschaften auf einer seelsorgerischen, nicht auf einer politischen Verantwortung beruhe. „Als Bischof dieser Diözese“, erklärte er, „spüre ich die Verantwortung, den Armen beizustehen, die Schwächsten zu verteidigen und denen eine Stimme zu geben, deren Stimmen oft ungehört bleiben. Das ist keine politische, sondern eine seelsorgerische Pflicht.“
Der Bischof erläuterte die Gründe für seinen Besuch in der Region: „Ich bin dort hingegangen, um sie zu begleiten und ihnen Trost zu spenden.“ Er leitete ein Gebet vor Ort und betonte, dass die Kirche weiterhin „den Schrei der Erde und den Schrei der Armen“ hören werde.
Zahlreiche kirchliche und akademische Organisationen brachten unterdessen ihre Verbundenheit mit dem Bischof von Bayombong zum Ausdruk. Die Saint „Mary’s University of Bayombong“ betonte die Notwendigkeit, den indigenen Völkern besondere Aufmerksamkeit zu widmen, und erinnerte daran, dass das Land für sie ein Geschenk Gottes und ihrer Vorfahren und ein wesentlicher Bestandteil ihrer kulturellen und spirituellen Identität sei.
Auch die „Catholic Educational Association of the Philippines“ (CEAP), in der sich die katholischen Bildungseinrichtungen im Norden der Insel Luzon zusammenschließen, veröffentlichte ebenfalls eine Erklärung, in der die Mitglieder ihre Unterstützung für den Bischof von Bayombong zum Ausdruck brachten. Die Initiativen des Bischofs, so CEAP, dürften nicht als politische Akte, sondern als Ausdrucksformen des Auftrags der Kirche interpretiert werden.
Mehrere Vertreter der philippinischen Kirche haben ihre Unterstützung für den angeklagten Prälaten zum Ausdruck gebracht. Kardinal Pablo Virgilio David, Bischof von Kalookan, lobte Bischof Mangalinao und erklärte, der Bischof habe „nie den Mut verloren, das zu verteidigen, was er für sein Volk als lebenswichtig erachtet“. (Fides)