US-Bischöfe gründen neue Arbeitsgruppe zu KI
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Mittwoch, 23. September 2026

US-Bischöfe gründen neue Arbeitsgruppe zu KI

Die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz bereitet vielen Menschen Sorge - selbst den führenden Köpfen der großen Technologieunternehmen, die die KI entwickeln. In dieser Untersicherheit tritt die katholische Kirche in den USA als Dialogpartner der Technologiebranche auf. Ein erstes Treffen fand am 16. September statt. 

In der Pressemitteilung erklärte Chieko Noguchi, Geschäftsführerin für Öffentlichkeitsarbeit der US-Bischofskonferenz, dass der Dialog mit KI-Experten sich auf Möglichkeiten konzentriert habe, jedes System künstlicher Intelligenz in den Dienst der Menschheit zu stellen. „Bei dem Austausch wurde auch die dringende Notwendigkeit betont, die realen und gegenwärtigen Gefahren, die von einer solchen Technologie ausgehen, anzugehen“, sagte Noguchi. Die Bischöfe hofften, dass ihr Treffen mit Technologieexperten am 16. September dazu beitragen würde, „Wege zu finden, wie die Kirche zur moralischen Grundlage von KI-Modellen beitragen kann“, sowie „Maßnahmen, die die Unternehmen ergreifen können, um sich vor dem Missbrauch ihrer Erfindungen zu schützen und die menschliche Aufsicht über die Technologie zu gewährleisten“. „In der Diskussion wurde auch erörtert, wie Kirche und Industrie zusammenarbeiten können, um sicherzustellen, dass Technologie so eingesetzt wird, dass sie den Menschen in den Mittelpunkt stellt, die Würde jedes Einzelnen respektiert und allen – Armen wie Reichen – zugutekommt“, so Noguchi.

Im Anschluss begaben sich laut Noguchi zudem mehr als ein Dutzend Bischöfe zum Capitol Hill, um sich mit Mitgliedern des Kongresses zu treffen und auf die Verabschiedung sinnvoller Sicherheitsvorkehrungen im Bereich der künstlichen Intelligenz zu drängen sowie Gesetze zum Schutz von Kindern im Internet zu unterstützen.

Um weitere Expertise aufzubauen, haben die US-Bischöfe eine Arbeitsgruppe zur Wahrung der Menschenwürde angesichts der rasanten Entwicklung der KI gebildet. Damit knüpfen sie  an die dringende Botschaft von Papst Leo XIV. in seiner Enzyklika über KI, „Magnifica Humanitas“, an. Die Bischofskonferenz bestimmte Oscar Cantú aus San Jose, Kalifornien – dem Heimatbistum des Silicon Valley – den Vorsitz Arbeitsgruppe übernehmen wird.

Bischof Cantú erklärte, Papst Leo habe der Kirche „den Marschbefehl gegeben“, die Welt daran zu erinnern, dass Technologie von Nutzen sein kann, „wenn sie der Menschheit bei ihrer Arbeit hilft“ und gleichzeitig „unsere Würde als Individuen und Familien wahrt und uns beim Aufbau gesunder Gesellschaften unterstützt“. Zeit sei von entscheidender Bedeutung, sagte Bischof Cantú, um ein Bewusstsein für KI zu schaffen und einen sinnvollen Dialog auf allen Ebenen zu ermöglichen.